
Lily James
Lily James ist eine britische Schauspielerin, die ihre Karriere im Korsett begonnen hat - erst als Adelstochter in "Downton Abbey", dann als Disney-Prinzessin in "Cinderella". Wer sie darauf festlegen wollte, hat sich getäuscht. Sie hat die Diner-Kellnerin in "Baby Driver" gespielt, die junge Donna in "Mamma Mia! Here We Go Again" und Pamela Anderson in "Pam & Tommy". Für diese Verwandlung ist sie für den Emmy und den Golden Globe nominiert worden.
Inzwischen steht die Frau aus Surrey nicht mehr nur vor der Kamera, sondern produziert ihre Stoffe auch selbst. Zuletzt hat sie die Bumble-Gründerin Whitney Wolfe Herd verkörpert, im Sommer 2026 folgt der Actionfilm "Cliffhanger" an der Seite von Pierce Brosnan.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Voller Name | Lily Chloe Ninette Thomson |
| Künstlername | Lily James |
| Geburtsdatum | 5. April 1989 |
| Geburtsort | Esher, Grafschaft Surrey, England |
| Nationalität | britisch |
| Beruf | Schauspielerin, Produzentin |
| Bekannteste Werke | Downton Abbey, Cinderella, Mamma Mia! Here We Go Again, Baby Driver, Pam & Tommy |
| Auszeichnungen | zwei Screen Actors Guild Awards mit dem Ensemble von "Downton Abbey" (2015, 2016), Satellite Award für "Pam & Tommy" (2023), Nominierungen für Emmy und Golden Globe |
| Augenfarbe | braun |
| Haarfarbe | hellbraun |
| Größe | rund 1,70 m |
| Familienstand | ledig |
| Kinder | keine |
| Wohnort | London |
| Sprachen | Englisch |
| Sternzeichen | Widder |
| Social Media | Instagram: @lilyjamesofficial |
| Hobbys | Singen, Tanzen, Theater |
Lily James
Biografie
Kindheit in einer Schauspielerfamilie
Lily Chloe Ninette Thomson ist am 5. April 1989 in Esher in der englischen Grafschaft Surrey geboren worden. Die Bühne lag in der Familie. Ihre Mutter Ninette stand als Schauspielerin auf der Bühne, ihr Vater Jamie Thomson war Schauspieler und Musiker. Die Großmutter väterlicherseits, die Amerikanerin Helen Horton, hat jahrzehntelang in britischen Film- und Fernsehproduktionen gearbeitet.
Lily wuchs mit zwei Brüdern auf und hat schon als Kind die Tring Park School for the Performing Arts in Hertfordshire besucht, eine Internatsschule für darstellende Künste. Danach hat sie an der renommierten Guildhall School of Music and Drama in London Schauspiel studiert und 2010 ihren Abschluss gemacht.
Kurz vor dem Studienende traf sie ein schwerer Verlust. Ihr Vater ist 2008 an Krebs gestorben. Weil der Name Lily Thomson bei der Schauspielergewerkschaft bereits vergeben war, hat sie seinen Vornamen zu ihrem Künstlernamen gemacht - aus Lily Thomson wurde Lily James.
Erste Rollen und der Durchbruch mit Downton Abbey
Direkt nach dem Abschluss hat James erste Fernsehrollen übernommen, zunächst in der BBC-Serie "Just William", danach in "Secret Diary of a Call Girl". Parallel stand sie am Theater auf der Bühne, unter anderem als Desdemona in einer "Othello"-Inszenierung in Sheffield. Ihr Jago in dieser Produktion hieß übrigens Dominic West - ein Name, der Jahre später noch einmal eine Rolle in ihrem Leben spielen sollte.
2012 kam die Rolle, die alles verändert hat. Als lebenslustige Lady Rose MacClare ist James in die Erfolgsserie "Downton Abbey" eingestiegen und blieb bis zum Serienfinale 2015 dabei. Mit dem Ensemble hat sie 2015 und 2016 den Screen Actors Guild Award gewonnen.
Cinderella und die Jahre als Kostümfilm-Star
Den internationalen Durchbruch hat ihr Kenneth Branagh beschert. Der Regisseur hat sie für die Titelrolle seiner Realverfilmung "Cinderella" besetzt, die 2015 in die Kinos gekommen ist und weltweit mehr als 500 Millionen Dollar eingespielt hat. Über Nacht war James ein Weltstar - und für viele Zuschauer das Gesicht einer Disney-Prinzessin.
Die Jahre danach haben dieses Bild zunächst gefestigt. Sie hat die Natascha Rostowa im BBC-Sechsteiler "Krieg und Frieden" gespielt, die Elizabeth Bennet in der Horrorkomödie "Stolz und Vorurteil & Zombies" und die Julia in Branaghs "Romeo und Julia" im Londoner West End. Beim Zombie-Dreh hat sie auch privat ihr Glück gefunden, nämlich den Schauspieler Matt Smith. Die beiden waren rund fünf Jahre ein Paar.
Raus aus dem Korsett
Ab 2017 hat James gezielt gegen das Prinzessinnen-Image angespielt. In Edgar Wrights Actionfilm "Baby Driver" war sie die Kellnerin Debora, in "Die dunkelste Stunde" tippte sie als Sekretärin Elizabeth Layton die Reden von Winston Churchill. 2018 folgte die Hauptrolle in der Literaturverfilmung "Deine Juliet" und der Part, der sie endgültig vom Kostümfach gelöst hat: die junge Donna in "Mamma Mia! Here We Go Again". Ihre ABBA-Songs hat sie selbst gesungen.
Auch danach blieb das Tempo hoch. 2019 hat sie in der Beatles-Komödie "Yesterday" gespielt und im West End neben Gillian Anderson in "All About Eve" auf der Bühne gestanden. 2020 folgte die Hauptrolle im Netflix-Thriller "Rebecca".
Im Herbst 2020 machte James dann unfreiwillig Schlagzeilen. Paparazzi-Fotos aus Rom zeigten sie in vertrauter Pose mit ihrem verheirateten Schauspielkollegen Dominic West. Die britische Boulevardpresse hat das Thema wochenlang ausgeschlachtet, James selbst hat dazu bis heute geschwiegen und mehrere Interviews kurzfristig abgesagt.
Pamela Anderson und der Schritt zur Produzentin
Beruflich hat sie die turbulente Zeit mit Arbeit beantwortet. 2021 sind gleich zwei Netflix-Produktionen mit ihr erschienen, das Drama "Die Ausgrabung" und die Serie "The Pursuit of Love", bei der sie erstmals auch als Executive Producerin mitgewirkt hat.
Dann kam die Rolle, die ihre Karriere neu sortiert hat. Für die Miniserie "Pam & Tommy" hat sich James in Pamela Anderson verwandelt, mit blondierter Mähne, Prothesen und täglich mehreren Stunden in der Maske. Die Kritik hat die Leistung gefeiert. Es folgten Nominierungen für den Emmy und den Golden Globe sowie der Gewinn des Satellite Award.
Seitdem wechselt James zwischen Genres, als hätte es das Schubladendenken nie gegeben. Sie hat in der Ringer-Saga "The Iron Claw" gespielt, im italienischen Kinodrama "Finally Dawn" eine Hollywood-Diva der 1950er Jahre verkörpert und stand 2023 mit Kristin Scott Thomas im Theaterstück "Lyonesse" auf der Londoner Bühne. 2025 hat sie im Film "Swiped" die Bumble-Gründerin Whitney Wolfe Herd gespielt und die Produktion zugleich mitproduziert.
Was kommt
Für den Sommer 2026 ist der nächste große Kinofilm angekündigt. In der Neuauflage des Bergsteiger-Thrillers "Cliffhanger" spielt James an der Seite von Pierce Brosnan, der Start ist für Ende August 2026 geplant. Danach stehen unter anderem der U-Boot-Actionfilm "Subversion" mit Chris Hemsworth und eine Sprechrolle im Animationsfilm "Angry Birds 3" an.
Privat hält sich die Schauspielerin bedeckt. Nach der Trennung vom Musiker Michael Shuman, mit dem sie von 2021 bis 2023 liiert war, wird ihr eine Beziehung zu ihrem "Swiped"-Kollegen Pierson Fodé nachgesagt. Bestätigt hat sie davon nichts. Auf die Frage, ob sie vergeben sei, hat sie geantwortet, das würde sie niemals verraten.
Filme
Kino
| Jahr | Film | Rolle |
|---|---|---|
| 2012 | Zorn der Titanen | Korrina |
| 2012 | Fast Girls | Lisa Temple |
| 2015 | Cinderella | Cinderella |
| 2016 | Stolz und Vorurteil & Zombies | Elizabeth Bennet |
| 2017 | The Exception | Mieke de Jong |
| 2017 | Baby Driver | Debora |
| 2017 | Die dunkelste Stunde | Elizabeth Layton |
| 2018 | Deine Juliet | Juliet Ashton |
| 2018 | Mamma Mia! Here We Go Again | junge Donna |
| 2019 | Yesterday | Ellie Appleton |
| 2020 | Rebecca | die zweite Mrs. de Winter |
| 2021 | Die Ausgrabung | Peggy Piggott |
| 2022 | What's Love Got to Do with It? | Zoe Stevenson |
| 2023 | The Iron Claw | Pam Adkisson |
| 2023 | Finally Dawn | Josephine Esperanto |
| 2024 | Greedy People | Paige |
| 2024 | Relay | Sarah Grant |
| 2025 | Swiped | Whitney Wolfe Herd |
| 2026 | Cliffhanger (angekündigt) | Naomi Cooper |
Fernsehen
| Jahr | Serie | Rolle |
|---|---|---|
| 2010 | Just William | Ethel Brown |
| 2011 | Secret Diary of a Call Girl | Poppy |
| 2012 bis 2015 | Downton Abbey | Lady Rose MacClare |
| 2016 | Krieg und Frieden | Natascha Rostowa |
| 2021 | The Pursuit of Love | Linda Radlett |
| 2022 | Pam & Tommy | Pamela Anderson |
Theater (Auswahl)
| Jahr | Produktion |
|---|---|
| 2011 | Vernon God Little, Young Vic, London |
| 2011 | Othello (als Desdemona), Crucible Theatre, Sheffield |
| 2016 | Romeo und Julia (als Julia), Garrick Theatre, London |
| 2019 | All About Eve (als Eve Harrington), Noël Coward Theatre, London |
| 2023 | Lyonesse (als Kate), Harold Pinter Theatre, London |
Trivia
- Ihre Großmutter Helen Horton hat Filmgeschichte gesprochen: Sie war die Stimme des Bordcomputers "Mutter" in Ridley Scotts "Alien" von 1979.
- Die Großmutter mütterlicherseits war Französin und ist im Zweiten Weltkrieg vor der deutschen Besatzung aus ihrem Dorf bei Paris nach England geflohen.
- Das Cinderella-Korsett saß so eng, dass James während der Dreharbeiten zeitweise nur flüssige Nahrung zu sich nehmen konnte.
- Obwohl sie im Film "Swiped" die Gründerin der Dating-App Bumble spielt, hat James nach eigener Aussage selbst noch nie eine Dating-App benutzt.
- Ihre Songs in "Mamma Mia! Here We Go Again" und "Yesterday" hat sie ohne Gesangsdouble eingesungen, schon in "Cinderella" war ihre eigene Stimme zu hören.
- Seit 2022 ist sie Markenbotschafterin des Natural Diamond Council.
Was hältst Du von Lily James? Wie gefällt Dir ihr Style? In welcher Rolle hat sie Dir am besten gefallen?
Weißt Du etwas über Lily James, das hier noch fehlt? Schreib uns Deine Meinung, Ergänzungen und Fragen - direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Lesern.
























