
Dakota Johnson
Dakota Johnson ist eine US-amerikanische Schauspielerin und Filmproduzentin. Weltberühmt hat sie die Rolle der Anastasia Steele in der "Fifty Shades of Grey"-Trilogie gemacht. Dabei stammt sie selbst aus einer Hollywood-Dynastie: Ihre Eltern sind Don Johnson und Melanie Griffith, ihre Großmutter Tippi Hedren hat für Alfred Hitchcock vor der Kamera gestanden.
Nach dem Erotik-Blockbuster hat sich Johnson zunehmend dem Autorenkino zugewandt, unter anderem bei Luca Guadagnino und Maggie Gyllenhaal. Mit ihrer Firma TeaTime Pictures produziert sie inzwischen eigene Filme, dazu kommen ein Buchclub und ihr erstes Projekt als Regisseurin.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Vollständiger Name | Dakota Mayi Johnson |
| Geburtsdatum | 4. Oktober 1989 |
| Geburtsort | Austin, Texas, USA |
| Nationalität | US-amerikanisch |
| Sternzeichen | Waage |
| Beruf | Schauspielerin, Filmproduzentin |
| Bekannteste Werke | "Fifty Shades of Grey"-Trilogie, "Suspiria", "Frau im Dunkeln", "Materialists" |
| Auszeichnungen | People's Choice Award (2016), Robert Altman Award mit dem Ensemble von "Suspiria" (2019), Goldene Himbeere (mehrfach, zuletzt 2025), Ehrenpreis des Filmfestivals Karlovy Vary (2025) |
| Größe | 1,71 m |
| Augenfarbe | Grün |
| Haarfarbe | Braun |
| Familienstand | ledig |
| Kinder | keine |
| Eltern | Don Johnson und Melanie Griffith |
| Großmutter | Tippi Hedren |
| Hobbys und Interessen | Lesen und Literatur (eigener Buchclub), Tattoos |
| Social Media | instagram.com/dakotajohnson |
Dakota Johnson
Biografie
Kindheit zwischen Filmsets
Dakota Mayi Johnson ist am 4. Oktober 1989 in Austin im US-Bundesstaat Texas zur Welt gekommen. Ihre Eltern sind die Schauspieler Don Johnson und Melanie Griffith. Nach deren Trennung war der spanische Schauspieler Antonio Banderas viele Jahre ihr Stiefvater, insgesamt hat Johnson sechs Halbgeschwister.
Ihr Leinwanddebüt hat sie 1999 als Neunjährige in "Verrückt in Alabama" gegeben, unter der Regie von Banderas und an der Seite ihrer Mutter. Mit zwölf hat sie erste Modelaufnahmen für das Magazin Teen Vogue gemacht, 2006 hat die Agentur IMG Models sie unter Vertrag genommen.
Ihre Jugend war allerdings nicht nur glamourös. Als Teenager hat Johnson Depressionen entwickelt und sich in Behandlung begeben, bis heute spricht sie offen über die Erkrankung. Eine Bewerbung an der Schauspielschule Juilliard blieb später erfolglos.
Erste Rollen und ein kurzes Serien-Kapitel
Nach dem Schulabschluss hat Johnson zunächst kleine Rollen übernommen, etwa in David Finchers "The Social Network" (2010) und in der Komödie "21 Jump Street" (2012). Von 2012 bis 2013 hat sie in der Sitcom "Ben and Kate" die weibliche Hauptrolle gespielt. Die Serie ist aber schon nach einer Staffel eingestellt worden.
Weltruhm mit "Fifty Shades of Grey"
Der Durchbruch ist mit der Rolle der Literaturstudentin Anastasia Steele gekommen. Die Verfilmung des Bestsellers "Fifty Shades of Grey" hat im Februar 2015 bei der Berlinale in Berlin Weltpremiere gefeiert. Der Film hat weltweit rund 570 Millionen US-Dollar eingespielt - bei einem Budget von 40 Millionen.
Alle drei Teile der Reihe haben zusammen mehr als eine Milliarde US-Dollar umgesetzt. Johnson hat für die Rolle 2016 einen People's Choice Award als beliebteste Drama-Darstellerin erhalten, dazu eine Nominierung für den britischen Nachwuchspreis BAFTA Rising Star. Es gab aber auch Spott: Die Reihe hat ihr mehrere Goldene Himbeeren eingebracht.
Zwischen Blockbuster und Autorenkino
Schon parallel zur Erotik-Reihe hat Johnson ihr Profil erweitert. 2015 hat sie im Gangsterdrama "Black Mass" neben Johnny Depp gespielt, im selben Jahr auch in "A Bigger Splash" mit Tilda Swinton. 2018 hat Luca Guadagnino sie für sein Horror-Remake "Suspiria" als Tänzerin Susie Bannion besetzt, das Ensemble des Films ist später bei den Independent Spirit Awards mit dem Robert Altman Award ausgezeichnet worden.
Danach hat sie unter anderem in "The Peanut Butter Falcon" (2019) und "The High Note" (2020) gespielt. In Maggie Gyllenhaals Regiedebüt "Frau im Dunkeln" (2021) hat Johnson an der Seite von Olivia Colman die junge Mutter Nina verkörpert.
Produzentin mit eigener Firma
2019 hat Johnson gemeinsam mit Ro Donnelly die Produktionsfirma TeaTime Pictures gegründet. Bei der Tragikomödie "Cha Cha Real Smooth" (2022) war sie erstmals zugleich Hauptdarstellerin und Produzentin, auch die Jane-Austen-Verfilmung "Überredung" für Netflix hat sie mitproduziert. 2023 hat sie die Dokumentation "The Disappearance of Shere Hite" als Executive Producer begleitet und der Sexualforscherin Shere Hite ihre Stimme geliehen.
Bereits 2020 hat sie zudem gemeinsam mit Cory Bailey das Coldplay-Musikvideo zu "Cry Cry Cry" inszeniert.
Abseits des Filmgeschäfts ist Johnson seit 2020 Investorin und Co-Kreativdirektorin der Wellness-Marke Maude, außerdem hat sie als Markenbotschafterin für Gucci gearbeitet. 2018 hat sie sich der Initiative Time's Up gegen sexuelle Belästigung in Hollywood angeschlossen. Im März 2024 hat sie den Online-Buchclub TeaTime Book Club gestartet, der jeden Monat ein Buch vorstellt.
Flop, Comeback und Regiedebüt
Einen Tiefpunkt markiert das Superheldenabenteuer "Madame Web" (2024). Der Film ist bei Kritik und Publikum durchgefallen, Johnson hat dafür im März 2025 die Goldene Himbeere als schlechteste Schauspielerin erhalten.
Das Jahr 2025 hat dann die Wende gebracht. In Celine Songs Beziehungsdrama "Materialists" hat Johnson neben Pedro Pascal und Chris Evans die Partnervermittlerin Lucy gespielt und den Film mitproduziert. Mit einem weltweiten Einspiel von rund 108 Millionen US-Dollar war er die erste Independent-Produktion des Jahres 2025 über der 100-Millionen-Marke. Die Komödie "Splitsville" hat im Mai 2025 in Cannes Premiere gefeiert, auch hier war Johnson Darstellerin und Produzentin zugleich.
Beim Filmfestival im tschechischen Karlovy Vary ist sie im Sommer 2025 mit einem Ehrenpreis gewürdigt worden. Im Oktober 2025 hat Johnson dann ihr Regiedebüt angekündigt: Mit "A Tree Is Blue" inszeniert sie ihren ersten Spielfilm, das Drehbuch stammt von Vanessa Burghardt, ihrer Kollegin aus "Cha Cha Real Smooth".
Für Oktober 2026 ist der Thriller "Verity" nach dem Roman von Colleen Hoover angekündigt, mit Anne Hathaway und Josh Hartnett an Johnsons Seite. Außerdem verwandelt sie sich im Kurzfilm "Flesh Impact" in Marilyn Monroe, erste Bilder davon sind im Juli 2026 erschienen.
Privatleben
Von 2017 bis 2025 war Johnson mit Coldplay-Sänger Chris Martin liiert, zuletzt hat das Paar in Malibu gelebt. US-Medien haben übereinstimmend von einer Verlobung berichtet, offiziell bestätigt war sie nie. Im Juni 2025 ist die Trennung nach rund acht Jahren publik geworden.
Seit 2026 bringen US-Portale Johnson mit dem Sänger Role Model in Verbindung, bestätigt ist diese Beziehung bislang nicht. Kinder hat sie keine.
Filme
Kino (Auswahl)
| Jahr | Film | Rolle |
|---|---|---|
| 1999 | Verrückt in Alabama | Sondra |
| 2010 | The Social Network | Amelia Ritter |
| 2012 | 21 Jump Street | Fugazy |
| 2014 | Need for Speed | Anita Coleman |
| 2015 | Fifty Shades of Grey | Anastasia Steele |
| 2015 | Black Mass | Lindsay Cyr |
| 2015 | A Bigger Splash | Penelope Lannier |
| 2016 | How to Be Single | Alice Kepley |
| 2017 | Fifty Shades of Grey - Gefährliche Liebe | Anastasia Steele |
| 2018 | Fifty Shades of Grey - Befreite Lust | Anastasia Steele-Grey |
| 2018 | Suspiria | Susie Bannion |
| 2018 | Bad Times at the El Royale | Emily Summerspring |
| 2019 | The Peanut Butter Falcon | Eleanor |
| 2019 | Our Friend | Nicole Teague |
| 2020 | The High Note | Maggie Sherwoode |
| 2021 | Frau im Dunkeln | Nina |
| 2022 | Cha Cha Real Smooth | Domino |
| 2022 | Überredung | Anne Elliot |
| 2022 | Am I OK? | Lucy |
| 2023 | Daddio | Girlie |
| 2024 | Madame Web | Cassandra Webb |
| 2025 | Materialists | Lucy Mason |
| 2025 | Splitsville | Julie |
| 2026 | Verity (Kinostart im Oktober 2026 angekündigt) | Lowen Ashleigh |
Fernsehen
| Jahr | Produktion | Rolle |
|---|---|---|
| 2012 bis 2013 | Ben and Kate | Kate Fox |
| 2013 | The Office | Dakota |
| 2015 und 2024 | Saturday Night Live | Gastgeberin |
Produktion und Regie
| Jahr | Produktion |
|---|---|
| 2020 | Musikvideo "Cry Cry Cry" von Coldplay (Co-Regie) |
| 2022 | Cha Cha Real Smooth (Produktion) |
| 2022 | Überredung (Produktion) |
| 2023 | The Disappearance of Shere Hite (Executive Producer und Erzählerin) |
| 2025 | Materialists (Produktion) |
| 2025 | Splitsville (Produktion) |
| 2026 | Verity (Executive Producer) |
| offen | A Tree Is Blue (Regie, in Arbeit) |
Trivia
- Bei den Golden Globes 2006 hat Johnson als "Miss Golden Globe" die Trophäen auf die Bühne gebracht. Ihre Mutter Melanie Griffith hatte dieselbe Aufgabe 1975, die beiden waren damit das erste Mutter-Tochter-Duo in dieser Rolle.
- Im Serienfinale von "The Office" (2013) trägt ihre Figur denselben Vornamen wie sie selbst.
- Ihre markante Zahnlücke hat Johnson 2019 verloren. Ein fest verklebter Draht hinter den Zähnen musste wegen Kieferproblemen entfernt werden, danach hat sich die Lücke von selbst geschlossen.
- In einem viel geklickten Wohnungs-Video des Magazins Architectural Digest hat sie 2020 erklärt, sie liebe Limetten. Später hat sie in der Tonight Show zugegeben, dass sie auf die Früchte allergisch ist - die gut gefüllte Obstschale in ihrer Küche war nur Deko.
- Ihr Auftritt in der Talkshow von Ellen DeGeneres im November 2019 ist zum viralen Hit geworden, weil sie der Gastgeberin vor laufender Kamera widersprochen hat ("Actually, no, that's not the truth, Ellen").
- Nach der Goldenen Himbeere für "Madame Web" hat ihr Oscar-Preisträgerin Sandra Bullock eine Sprachnachricht geschickt und sie damit im "Razzie-Club" willkommen geheißen.
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